Warum setzte Google auf die InterLink-Zukunft des menschlichen Netzwerks? Ist das wirklich eine riskante Entscheidung?

03. Sept. 2025

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Google for Startups hat InterLink Labs – ein Web3-Identitäts-Startup – still und leise finanziert. Die Finanzierung basiert nicht auf einem Wagnis, sondern auf einer Plattform, die ihre Skalierbarkeit bereits unter Beweis gestellt hat. InterLink bezeichnet sich selbst als „menschliches Netzwerk“: Nutzer verifizieren sich per Biometrie auf ihren Geräten und erhalten dafür Token-Belohnungen. Bereits in den ersten Monaten konnte das Projekt über 2,5 Millionen verifizierte Nutzer und mehr als 30 Millionen biometrische Scans für Partner verzeichnen. Dieser frühe Erfolg, gepaart mit realen Einnahmequellen und einem Plan für einen Börsengang in den USA, deutet darauf hin, dass es sich hier nicht um ein unfertiges MVP handelt, sondern um eine risikominimierte Innovation. Googles frühe Investition ist daher nachvollziehbar.

Die Vertrauenskrise und die Notwendigkeit der menschlichen Überprüfung

Biometrische Gesichtserkennung ist bereits weit verbreitet: So fertigen beispielsweise US-Zollbeamte am Flughafen Houston routinemäßig Passfotos von Reisenden für automatisierte Identitätsprüfungen an. Online hingegen ist die Herausforderung genau umgekehrt – eine Flut synthetischer „Störungen“ und Bots macht Authentizität rar . Ein Analyst formuliert es so: Das Web ist „überschwemmt mit KI-generiertem ‚Müll‘“ und Deepfakes, „die nicht nur lästig, sondern auch gefährlich sein können“. In diesem Kontext wird ein von Menschen verifiziertes Netzwerk zum Bollwerk: Es beweist, dass jeder Nutzer eine einzigartige, reale Person ist. InterLinks Vision ist es, den Personennachweis in Web3 zu integrieren, damit soziale, finanzielle und politische Systeme nicht von gefälschten Identitäten oder Abstimmungs-Bots missbraucht werden.

Bewährte Skalierbarkeit und fortschrittliche Technologie

InterLinks Wachstum war außergewöhnlich. Laut den Gründern erreichte das Netzwerk innerhalb von vier Monaten 2,5 Millionen verifizierte Nutzer und über eine Million biometrische Scans in nur ein bis zwei Wochen. Damit ist InterLink wohl das am schnellsten wachsende Protokoll zur Identitätsprüfung in Asien. Das Startup berichtet von 10.000 bis 20.000 Verifizierungen täglich in Spitzenzeiten, was auf ein System hindeutet, das bereits Zehntausende von Prüfungen pro Sekunde im Batch-Verfahren durchführt. Anstatt sich mit der Entwicklung eines Machbarkeitsnachweises zu befassen, skaliert InterLink seine Infrastruktur.

Die zugrundeliegende Technologie ist auf Datenschutz und Genauigkeit ausgelegt. InterLink speichert niemals Rohdaten der Biometrie; stattdessen nutzt es geräteinterne Merkmalsextraktion, homomorphe Verschlüsselung und Zero-Knowledge-Beweise, um einen Gesichtsscan in ein irreversibles, verschlüsseltes Token umzuwandeln. In der Praxis bedeutet dies, dass die Identitätsprüfung ohne Übertragung lesbarer personenbezogener Daten erfolgt und somit die Einhaltung von Gesetzen wie der DSGVO oder dem Illinois Biometric Act gewährleistet ist. In Labortests wurde der Kernalgorithmus von InterLink (interlinklabs_001) den NIST-Benchmarks unterzogen und auf höchste Genauigkeit optimiert. Die Falschakzeptanzrate des Systems liegt bei Standard-Fahndungsfotodatensätzen bei lediglich 0,01 % (1 zu 10.000) – vergleichbar mit den besten kommerziellen Gesichtserkennungssystemen. (Das Whitepaper hebt hervor, dass das Modell von InterLink über lange Zeiträume und geschlechtsübergreifend stabil bleibt und somit eine hohe Fairness beweist.) Die Verifizierung erfolgt schnell – Entwickler berichten von Reaktionszeiten unter 500 ms – sodass das Netzwerk eine wirklich globale Last bewältigen kann.

Um Verzerrungen und Datenschutzverletzungen vorzubeugen, setzt InterLink auf modernste Datenschutztechnologien. So trainiert das Unternehmen seine KI beispielsweise mittels föderiertem Lernen : Aktualisierungen des Modells werden von Tausenden von Geräten gesammelt, ohne jemals Rohbilder auf einem Server zu speichern. Darüber hinaus fügt das Unternehmen den Merkmalsdaten differenzielles Datenschutzrauschen hinzu und verwendet sogar GAN-basierte Tests, um Spoofing zu verhindern. Kurz gesagt: Datenschutz und Sicherheit sind von Grund auf in die Technologie integriert – ein wichtiger Faktor zur Risikominimierung für Regulierungsbehörden.

Geschäftsdisziplin und Umsatzmodell

Anders als viele Kryptoprojekte produziert InterLink nicht einfach nur Token für Spekulationszwecke. Die Architektur des Unternehmens verknüpft wirtschaftlichen Wert mit realem Nutzen. Jeder verifizierte Nutzer (ein „Human Node“) generiert Nutzungsgebühren und verdient Governance-Token im Rahmen der geschlossenen Ökonomie des Netzwerks. Laut IPO-Roadmap plant das Unternehmen bereits sieben verschiedene Einnahmequellen (darunter Zahlungsgebühren, Datendienste und die Lizenzierung seiner Identitätsschicht), um nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten. Konkret bedeutet dies, dass Institutionen der ersten Stunde – von Fintechs bis hin zu Spieleunternehmen – InterLinks Identity-as-a-Service unter datenschutzkonformen Bedingungen nutzen können. Wie das Whitepaper hervorhebt, bildet diese Verankerung in realen Einnahmen eine solide Grundlage für langfristige Nachhaltigkeit.

Warum Google investierte

Googles Entscheidung, InterLink über sein Startup-Programm zu fördern, spiegelt diese Stärken wider. Anstatt auf eine unerprobte Idee zu setzen, unterstützt Google for Startups ein Team mit einem bewährten Produkt-Markt-Fit und ausgereifter Technologie. Das offizielle Google for Startups-Portal betont, dass ausgewählte Unternehmen „maßgeschneiderte Unterstützung und Beratung von Google“ erhalten, um ihr Geschäft auszubauen. Im Fall von InterLink umfasst diese Unterstützung wahrscheinlich sowohl Kapital als auch Ressourcen: Google führte das Konsortium an (Berichten zufolge mit einer Seed-Finanzierung von rund 20 Millionen US-Dollar), was Vertrauen in InterLinks Strategie signalisiert. Zudem bietet Google attraktive Vorteile: bis zu 200.000 US-Dollar in Google Cloud/Firebase-Guthaben und Zugang zu dedizierten Google-Ingenieuren und Mentoren. Mit diesem Cloud-Guthaben kann InterLink seine Infrastruktur schnell skalieren, während Google-Experten zu KI, UX und Markteintrittsstrategie beratend zur Seite stehen. Im Wesentlichen schließt sich InterLink einem Alumni-Netzwerk von Startups an, die nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch Mentoring, technische Tools und Kontakte zu Unternehmen durch Googles Ökosystem erhalten.

Was Google for Startups InterLink bietet:

  • Finanzierung & Gutschriften: Frühe Kapitalzufuhr plus bis zu 200.000 US-Dollar an Cloud-/Firebase-Gutschriften für die Infrastruktur.
  • Technisches Mentoring : Direkte Unterstützung durch Architekten und Ingenieure von Google Cloud (z. B. KI-Spezialisten) bei der Skalierung von InterLink.
  • Produkt- und Designberatung: Zugriff auf Googles Leitfäden zu UX, Analytik, Sicherheit und Wachstumsstrategien.
  • Markteintrittsstrategien: Networking mit Branchenpartnern und potenziellen Unternehmenskunden unter Nutzung der Marke Google.

Kurz gesagt, Google hilft dabei, InterLink von einem „Proof-of-Concept“ in eine unternehmenstaugliche Plattform zu verwandeln, indem es die Risiken gängiger Skalierungsprobleme minimiert.

Roadmap: 10 Millionen Nutzer und mehr

InterLink verfolgt ehrgeizige Ziele. Bis 2025/26 will das Startup weltweit rund 10 Millionen verifizierte Nutzer erreichen und seine Krypto-basierte Zahlungskarte für Millionen von Kunden einführen. Im Whitepaper ist sogar die Notierung der Token an großen Börsen vorgesehen, um die Liquidität zu erhöhen. Ab 2026 liegt der Fokus auf der Wirtschaftsprüfung und dem Börsengang: InterLink plant, die vollständigen Finanzprüfungen und die SEC-Einreichungen abzuschließen, um in den USA an die Börse zu gehen. Parallel dazu werden Entwicklertools (SDKs und Mini-App-Plattformen) sowie Dashboards bereitgestellt, damit Partner im Ökosystem auf dem bestehenden Netzwerk aufbauen können.

Letztendlich positioniert sich InterLink als „globale Funktionsschicht für die digital-physische Verifizierung“ – ein Angebot, das Vertrauen als Wettbewerbsvorteil nutzt und von keiner anderen Blockchain erreicht wird. Ob sich Googles Investition als vorausschauend erweist, hängt von der Umsetzung ab, doch die ersten Ergebnisse und der Technologie-Stack des Unternehmens deuten darauf hin, dass es sich auf dem Weg von der frühen Konzeptphase zur Skalierung befindet.

InterLink Core Team

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